Test und Technik

Husqvarna-Motocrosser 2016

Im gelobten Land

16.10.2015 00:00 (Haller/lü/br)

Jetzt ist er doch noch gefahren – in den USA – im Land des Motocross.


Chris lässt die 450er vonder Leine und findetdabei noch Zeit, sich miteinem Kontrollblick zuvergewissern, dass derFotograf auch abdrückt. (Für mehr Bilder klicken)

Die Kleine ist ein ganz grosser Hammer

Die FC 250 war die eine Überraschung dieser Präsentation. Mit fast 90 kg (mit Ausrüstung) ist Chris ja nicht der Idealfahrer für die Viertakt-250er, und auf der weitläufigen Berg-und-Tal-Bahn von Budds Creek ist Leistung immer hilfreich. «Du musst den Motor mit der Kupplung auf Drehzahl halten, bis dir fast die Ventile um die Ohren fliegen, doch dann läuft er beeindruckend», gibt Chris zu Protokoll. Nachdem die FC 350 gemäss Werksangabe noch 700 g leichter ist als die 450er, verliert die 350er im Rennsport teilweise ihre Berechtigung. Für den Hobbyfahrer bleibt sie eine Option: Mehr Drehmoment als die 250er und damit weniger fordernd in der Handhabung, trotzdem keine ausgewachsene 450er, die einen konditionsstarken Fahrer erfordert. Die FC 450 mit ihrer im unteren Drehzahlbereich soften Leistungsentfaltung fand auch in der schärferen von zwei anwählbaren Leistungskurven nicht den ungeteilten Beifall von Chris, der zu den Powerfahrern zählt. Die 450er ist aber mit dieser Überarbeitung für den Hobbyfahrer besser beherrschbar, die sanftere Leistungskurve nimmt der 450er den Schrecken. Der Motor läuft im oberen Drehzahlbereich so fein wie die japanische Konkurrenz, und mit dem Fünf-Gang-Getriebe passte es in Budds Creek überall. Auf Anhieb keinen Vorteil brachte die Starthilfe. «Man kann damit nicht ein paar Starts üben und kommt dann schneller weg; es bräuchte ein gezieltes Training damit, um eventuell schneller zu sein», meint der MSS-Tester. Die 125er war die zweite Überraschung: «Wenn man aggressiv fährt, zieht die zierliche TC 125 wie verrückt. 40 PS gibt KTM für die 125er an – ein kleiner Hammer, denn sie wiegt nur 89 kg! Ich fuhr auch mal ein paar Rennen mit einer 125er, aber als die jungen Burschen mich in langen Auffahrten einfach stehen liessen, hörte ich grad wieder auf. Ich war einfach zu schwer. Wenn ich damals diesen Töff gehabt hätte, wär mir das nicht passiert», schnaubt Chris.

 

Teil 1
Im gelobten Land
Teil 2
Und plötzlich geht es doch noch

Teil 3
Der Stahlrahmen setzt die Messlatte
Teil 4
Die Kleine ist ein ganz grosser Hammer
Teil 5
Keine kritiklose Lobhudelei

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