Test und Technik

BMW S 1000 RR

BMW stellt neues Superbike vor

16.04.2008 00:00

Jetzt hat BMW den Schleier gelüftet und sein neues Superbike vorgestellt: die S 1000 RR. Mit ihr soll der Einstieg in die Supberbike-WM 2009 gelingen, gleichzeitig will BMW mehrere tausend Exemplare des Strassenablegers der S 1000 RR unter die BMW Kundschaft bringen. Vor wenigen Stunden informierte BMW über ihr Programm in München.


So sieht sie aus, die neue BMW S 1000 RR für die Superbike-WM. Das Serienbike 2009 dürfte farbiger daherkommen und sich äusserlich in Details unterscheiden (Fahrwerk, Auspuff etc).

Warum ein Superbike?

BMW will mehr Volumenwachstum, daher hat man sich entschieden, ins Segment der Supersportler einzusteigen – und zwar sowohl auf der Strasse wie auch auf der Rennstrecke.Das bedeutet: BMW wird in die Superbike-WM einsteigen und dazu ein Serienbike für die Strasse anbieten (wie es ja auch das Superbike-Reglement vorschreibt).

Das Problem: die Konkurrenz im Superbike-Sektor ist gross, die heutigen Superbike-Anbieter und Superbike-WM-Konkurrenten (Ducati, Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha) haben jahrelange Erfahrung im Superbike-Bau. BMW will aber gleich von Anfang an auf deren Augenhöhe konkurrenzfähig sein.

BMW sieht drei Gründe, um in dieses Segment vorzustossen:

  1. die wachsende Popularität der Superbike-WM,
  2. die Möglichkeit, die Innovationskraft von BMW Motorrad zu zeigen, 
  3.  Volumenvergrösserung (derzeit werden rund 100'000 Motorräder in der 1000er-Superbike-Klasse verkauft. BMW möchte sich davon ein gutes Stück abschneiden.

Der erste Designentwurf für die S 1000 RR sah so aus:

Das neue BMW Superbike:

Der Name: BMW S 1000 RR: Das „S“ steht dabei für Supersport und gleichzeitig für die neue BMW Baureihe. „1000“ steht für 1000 ccm (welche max. für Reihenvierzylinder in der Superbike-WM erlaubt sind) und „RR“ steht wohl für den Fahrzeugtyp. Die Verdoppelung des Buchstabens „R“ wurde vermutlich nötig, weil ein einzelnes „R“ bei BMW schon für den Fahrzeugstyp „naked“ (K 1200 R, R 1200 R) steht.

Ziel: Hochleistungsmotorrad, gute Fahrbarkeit, Ergonomie

Techn. Daten: werden noch keine bekanntgegeben, wir vermuten um 190 PS bei 190 Kilogramm Gewicht vollgetankt. Das wäre „ungefähr die Augenhöhe“ mit den anderen Anbietern.

Motorenkonzept: Reihenvierzylindermotor. BMW-spezieller-Bau (vor allem im Zylinderkopfbereich)

Fahrwerk: Kein Duo-Lever (wie bsp. bei der K 1200 S) – sondern eine Upside-Down-Gabel

Foto: Duo-Levergabel einer bisherigen BMW K 1200 S:

Stattdessen wird eine gewöhnliche Upside-Down-Gabel genommen (das Serien-Superbike dürfte allerdings wohl kaum eine Öhlinsgabel aufweisen). Man bemerke die radial verschraubten Bremsen, und den Öl- und Wasserkühler, der unter der Verkleidung herausschaut. Interrasant zudem der Eingang zum Airbox in der Front - vielleicht sogar mit Ram-Air-Effekt?

Traktionskontrolle: Wird mit an Bord sein. Vermutlich eine Weiterentwicklung der Traktionskontrolle, wie sie derzeit in der R 1200 GS, Modellbaujahr 2008 verbaut ist (Aufpreis).

Heck: Vermutlich werden beim echten Superbike-Bike diverse Komponenten wie Verkleidung, Heck etc aus Karbon sein. Wir bemerken darüber hinaus eine Akrapovic-Auspuffanlage (ob sie das Serienbike auch hat bleibt abzuwarten) und eine wunderschöne Bananenschwinge. Kein Kardan, dafür Endantrieb über eine Kette.

Einstieg Superbike-WM:

Wie es das Reglement vorschreibt, wird die das BMW-Serien-Superbike im Jahre 2009 käuflich sein, bis Ende 2009 sollen mindestens 1000 Serienfahrzeuge produziert sein. Die Rennsportaktivitäten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Alpha-Racing. Der Teamaufbau ist in vollem Gange und die Schlüsselpositionen sind besetzt. Die Fahrer sind noch nicht bestimmt.

BMW auf der Rennstrecke:

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