Menschen und Politik

Interview mit FMS-Präsident Walter Wobmann

Es nützt eben doch

13.10.2015 09:22 (lü/br)

FMS-Präsident Walter Wobmann ist der erfolgreichste Verkehrspolitiker der letzten Jahre: Ohne Unterstützung von Verbänden und Parteien erzwang er eine Volksabstimmung zur Erhöhung der Autobahnvignette auf 100 Franken. Die mit einer schallenden Ohrfeige fürs politische Establishment endete.


An der Motorrad-Landsgemeinde2013 auf dem Ratenpass musste sichkein Töffler einsam fühlen. (Für mehr Bilder klicken)

Wie viel wird mit den Bussen eingenommen?

Vom Bund nichts, das nehmen Kantone, Städte und Gemeinden ein. Das hat sich in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt und macht heute 600 bis 700 Mio. Franken aus. 22 Kantone budgetierten auf 2015 allein durch Einnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen rund 300 Mio. Franken.

 

Wie ist dieser ganze Irrsinn zu stoppen?

Es ist ein ewiger Kampf. Das Ansinnen, bereits in Verkehr gesetzte Töff strengeren Lärmvorschriften zu unterstellen, haben wir im Parlament gebodigt. Ein Vorstoss, Radarwarnungen wieder zu erlauben, ist hängig, ebenso eine Zweckbindung der Bussen für den Strassenverkehr. Wenn die Kantone ihre Kasse nicht mehr mit Radarkontrollen aufbessern könnten, würden sie ihr Interesse an solchen Kontrollen verlieren. Wir fordern bei Geschwindigkeitskontrollen wieder eine Toleranz von 5 km / h – heute ist diese bei Lasermessung nur 3 km / h.

 

Teil 1
Es nützt eben doch
Teil 2
Besteht eine reale Möglichkeit, die überrissenen Rasergesetze zu korrigieren?

Teil 3
Wie viel nimmt der Bund überhaupt ein aus dem Strassenverkehr?
Teil 4
Wie viel wird mit den Bussen eingenommen?
Teil 5
Die grünen Ideologen werden auch nicht untätig sein. Was kommt als Nächstes?

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