Auf Achse

KnastBros Travel - Weltreise

7. Woche: Türkei - Georgien

12.06.2016 06:17 (bb/bb)

In Istanbul legen Berni und Kevin nur einen kurzen Halt ein, bevor es weiter nach Tiflis in Georgien geht.

Nach ein paar Tagen verlassen wir Istanbul bereits wider. Aber wir legen noch einen kurzen Fotostopp ein vor der Hagia Sophia Moschee, und da der Platz vor der Moschee in den Morgenstunden noch nicht so belebt ist, können wir bis vor die Moschee fahren.

 

Danach verabschieden wir uns von Istanbul über die Bosporus Brücke. Wir freuen uns riesig, Europa hinter uns zu lassen. Auf diesen Augenblick haben wir lange gewartet. Wir stoppen noch kurz bei einem KTM-Händler, denn mein Thermoschalter ist kaputt. Mit einem kaputten Thermoschalter springt der Lüfter nicht automatisch an und das Motorrad wir zu heiss. Wir haben zuvor abgeklärt ob der Händler das nötige Ersatzteil an Lager hat, und am Telefon hiess es: "Ja klar, kein Problem." Aber wie sich heraus stellt, war dem nicht so.

 

Also geht die Fahrt weiter ohne nötiges Ersatzteil, lassen wir uns halt was einfallen. Wir fahren zuerst dem Bosporus entlang, bevor wir in Richtung Osten abdrehen. Wir übernachten in einem Hotel in Eskisehr, und da hier in der Türkei alles günstiger geworden ist, können wir uns wieder mal ein Hotel leisten.

 

Am nächsten Tag fahren wir weiter an den Tuz Gölü, einen grossen Salzsee, den zweitgrössten des Landes. Wir schlagen unser Zelt direkt am See auf. Der Tuz Gölü ist einer der salzhaltigsten Seen der Welt, was wir beim Pasta kochen bemerken. Wir denken uns, dass wir Salzwasser zum Pastakochen brauchen, und zehn Meter entfernt ist ein Salzsee. Also nehmen wir doch das Wasser direkt aus dem See! Was wir aber nicht bedachten, ist, dasd der Salzgehalt des Sees 33% beträgt. Zum Glück probierten wir das Wasser, bevor wir die Paste hineingeben, und können es noch verdünnen.

 

Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne, und es geht weiter. Wir entscheiden uns spontan, noch zum weltbekannten Cappadogia-Gebiet zu fahren. Auf dem Weg dorthin werden wir von der Polizei gestoppt, wir denken uns schon, dass dies sicher eine längere Geschichte gibt, man hört ja nicht nur Gutes von der türkischen Polizei. Aber als der Polizist uns mit einem grossen Smail gegenübersteht und fragt: "How are you?", wissen wir, dass man nicht alles glauben soll, was man hört. Sie fragen uns nur kurz, woher wir kommen und wohin wir wollen und ob wir Lust auf einen Tee hätten.

 

Am Schluss sitzen wir mit fünf Polizisten auf der Leitplanke und trinken Tee. Das hat uns wieder einmal gezeigt, dass man möglichst ohne Vorurteile reisen sollte, denn es kommt immer auf die Person an.

 

Cappadogia ist bekannt für seine Felsformationen und seine unterirdischen Städte, es zählt seit den 1980er Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Auf dem Weg in die Stadt merken wir schnell, dass es wieder touristisch wird. An einem Aussichtspunkt stoppen wir kurz, um einige Fotos zu machen. Kurze Zeit später stoppt auch ein grosser Car mit einer koreanischen Reisegruppe. Da unsere Motorräder wegen ihre Farbe immer viel Aufmerksamkeit erregen, werden wir auch noch zum Fotomotiv.

 

Tags darauf sind wir erneut froh, auf Enduros zu sitzen, denn so können wir einige Felsformationen direkt mit dem Motorrad bezwingen und müssen nicht den mühsamen Fussweg auf uns nehmen. Am Abend besuchen wir noch ein Fisch-SPA in der Nähe von Sivas. Anders als bei uns hält man hier nicht nur die Füsse in das Fischbecken, sondern man badet mit den Fischen.

 

Abends suchen wir uns wieder ein schönes Plätzchen zum Campen. In der Nacht zieht ein heftiges Unwetter über unser Zelt hinweg, es regnetedie ganze Nacht in Strömen. Es regnet auch den ganzen nächsten Tag weiter, und die Temperaturen fallen in der Höhe auf bis auf fünf Grad. So macht Motorradfahren keinen Spass.

 

Am nächsten Tag ist das Wetter zum Glück besser, und wir fahren weiter nach Tiflis. Der Verkehr in Tiflis ist noch einiges schlimmer als der Verkehr in der Türkei, hier wird noch viel mehr gedrängelt und gedrückt. Aus einer zweispurigen Autobahn werden Kurzerhand vier Spuren gemacht. Viele fahren nach dem Motto "Gestern ist auch keiner gekommen, also wieso heute?". Das Beste in solchem Verkehr ist, einfach gleich zu fahren wie die Anderen.

 

Über Berni und Kevin

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