Ratgeber

Das Motorfahrrad_Mofa_Töffli

Freiheitsmaschine

28.03.2015 00:00 (Kohler/br)

Längst werden sie nicht mehr belächelt, sondern sind anerkannt als das, was sie einst waren: als Maschinen, die ihre Fahrer in die Freiheit beförderten.


Gang rausschnippen und im Leerlaufzu Tale rauschen – was für ein Gefühlvon Freiheit und Abenteuer! (Für mehr Bilder klicken)

Den Schatz auf dem Gepäckträger

Echte Motorräder hatten eine Sitzbank für zwei Personen, so konnte man seine «Flamme» auch elegant mitnehmen – nicht wie wir, die wir unseren Schatz auf den Gepäckträger bitten mussten; ihre hübschen Beine musste sie während der ganzen Fahrt verkrampft in die Höhe halten, denn Sitz, Fussrasten oder Federung durften behördlicherweise nicht vorhanden sein, und so war die Schöne erschöpft und froh, wenn die wacklige, harte Fahrt zu Ende war.

Wenn man, auf dem kleinen Fahrzeug sitzend, träumend durch die Lande tuckerte und gefährlich knapp überholt wurde von röhrenden Sportwagen, die damals (bis 1972) oft mit 140 km / h und mehr über die Landstrassen fetzten, oder wenn man im Winter auf dem Arbeitsweg vollgespritzt wurde von rücksichtslosen Lastwagenchauffeuren, war man sich seiner Verletzbarkeit bewusst. Dennoch kann ich mich an wunderbare Reisen erinnern – im Kriechgang über Pässe und in Landschaften hinein, die ich vorher nur vom Hörensagen kannte und die wohl gerade wegen der geringen Geschwindigkeit so bewusst wahrgenommen werden konnten.

 

Teil 1
Freiheitsmaschine
Teil 2
Stetig weniger Töffli auf den Strassen

Teil 3
Mehr als ein Gebrauchsfahrzeug
Teil 4
Den Schatz auf dem Gepäckträger
Teil 5
Easy Rider in der Schweizer Provinz
Teil 6
Grüne Dumpfbacken als Mofa-Ausrotter

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