Update

3. Motorrad-Landsgemeinde

Die Resolution im Wortlaut

29.09.2015 00:00 (hp/br)

Am 19. September fand in Murten FR die dritte Motorrad-Landsgemeinde (der Neuzeit) statt. Die rund 200 Anwesenden verabschiedeten unter der Führung von Nationalrat und FMS Zentralpräsident Walter Wobmann eine Resolution gegen Repressionen.

Mit der Verlegung an die Sprachgrenze wollte man die Westschweizer Motorradfahrer motivieren, zur Landsgemeinde zu kommen. Diese Ausgabe wurde auch nicht mehr von der SVP, sondern vom Schweizer Landesverband FMS und der IG Motorrad gemeinsam veranstaltet und stand unter dem Motto «Stopp den Repressionen». Zwischen 200 bis 250 Personen war der Anlass wichtig genug, trotz unsicheren Wetterbedingungen nach Murten zu kommen, 140 davon auf eigenen Töff. Der Anteil an Westschweizern war tatsächlich sehr hoch, dafür waren kaum Ostschweizer anzutreffen. Am gut organisierten und geselligen Anlass sassen die Motorradfreunde noch bis in den späten Nachmittag hinein zusammen und genossen die Livemusik sowie die Verpflegung durch das Restaurant Stöckli mit Raclette, Ghackets und Hörnli und Sandwiches.

Das zentrale Anliegen der Landsgemeinde war die Verabschiedung einer Resolution, die wir hier im ganzen Wortlaut veröffentlichen:

 

1. Motorradfahren steht für Freiheit und Unabhängigkeit. Als verantwortungsvolle Staatsbürger kämpfen wir für eine freie, unabhängige Schweiz, die ihre Angelegenheiten selbst bestimmt. Wir wollen unsere einzigartigen Volks- und Freiheitsrechte hochhalten.

 

2. Mit grosser Besorgnis müssen wir jedoch feststellen, dass unsere Freiheit und unsere Sicherheit als Motorradfahrer und Staatsbürger immer mehr durch Schikanen, Repressionen, lebensfremde Vorschriften und Verbote, sowie durch höhere oder zusätzliche Gebühren und Abgaben und durch exzessive Bussen eingeschränkt wird. Gegen diese staatliche Bevormundung wehren wir uns mit aller Kraft.

 

3. Teilerfolge: Aufgrund unserer Resolution, die wir 2011 und 2013, an unserer ersten und zweiten Landsgemeinde, verabschiedet haben, wurden einige Verbesserungen erreicht: So wird mehr für die Sicherheit auf unseren Strassen getan (wie Unterfahrschutz bei Leitplanken, rutschfeste Bodenmarkierungen, kein Rollsplitt und keine Flüssigteer-Rillen bei Belags-Reparaturen). Zweitens verlangen wir mit parlamentarischen Vorstössen die ausschliessliche Verwendung von Bussengeldern zugunsten von Sicherheitsmassnahmen oder deren Rückerstattung. Und drittens konnte mit dem Referendum die Erhöhung der Autobahnvignette auf 100 Franken verhindert werden.

 

4. Zusätzlich kämpfen wir

  • gegen weitere flächendeckende Einschränkungen, Verbote und Schikanen (Raser gezielt an die Kandare nehmen statt flächendeckender Verbote)
  • gegen Benzinpreiserhöhungen und gegen eine CO2-Abgabe
  • gegen spezielle technische Sondervorschriften für Motorräder in der Schweiz
  • gegen Schikanen unter dem Deckmantel der Verkehrsberuhigung

 

5. Und wir fordern:

  • erlaubte Vorbeifahrt von Motorrädern an Autokolonnen
  • weitere technische Massnahmen für mehr Sicherheit auf unseren Strassen  
  • mehr und weiterhin gebührenfreie Parkplätze für Motorräder in den Städten  
  • Stopp den Bussenexzessen (neue Bussenverordnung)
  • keine Blechpolizisten, die nicht der Sicherheit dienen
  • die Aufhebung des Rundstreckenrennverbotes
  • Ausweisentzüge und Fahrzeugbeschlagnahmungen nur in wirklich begründeten Fällen

 

6. Die Schweiz ist dank dem Freiheitswillen und der Eigenverantwortung unseres Volkes zur Erfolgsgeschichte geworden – nicht wegen bürokratischen Vorschriften und Verboten. Darum fordern wir als verantwortungsbewusste Bürger und Motorradfahrer „Stopp den Repressionen“

 

www.motorradlandsgemeinde.ch,

 

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